BIBLIOGRAPHIE

1. Antonio Baruffa:  DIE KATAKOMBEN SAN CALLISTO Geschichte – Archäologie – Glaube
Verlag Libreria Editrice Vaticana, 00120 Città del Vaticano, ISBN 88 – 209 – 2290 – 8
2. deutsche Aufl. 1996, kart. mit vielen Farbfotos,192 Seiten.

Der Autor ist Professor für Christliche Archäologie an der Päpstlichen Salesianer-Universität in Rom, und zugleich seit vielen Jahren erfahrener Führer in den Kallixtus-Katakomben. Sein Buch ist wissenschaftlich genau, zugleich aber einfach und gut verständlich geschrieben und mit vielen Farbfotos illustriert, eine historisch umfassende Darstellung der Katakomben San Callisto auf dem neuesten Stand des Wissens.
Das Buch wurde von vielen Fachzeitschriften positiv beurteilt, so von der Civiltà Cattolica (A. Ferrua), der Revue d‘Histoire Ecclésiastique (L. Reekmans), der Rivista di Archeologia Cristiana (D. Mazzoleni), Gregoriana (J. Janssens), Orientamenti Pedagogici (G. Semeraro), Divinitas (L. Bogliolo) usw. Nach diesen Urteilen ist das Buch kein bloßer Touristenführer, keine Erbauungsschrift, sondern ein wirklich seelsorgerisch wie auch archäologisch orientierter Führer, der dem reichen historischen, künstlerischen und vor allem religiösen Erbe der Katakomben gerecht wird.
Das Buch ist in italienischer, englischer, französischer, deutscher und spanischer Sprache erschienen, in reduziertem Umfang übersetzt in Polnisch, Böhmisch, Slowenisch und Slowakisch.

Rainer Korte: LEISE STIMMEN AUS DER TIEFE
Nach-denkliches in römischen Katakomben
Verlag Libreria Editrice Vaticana, 00120 Città del Vaticano 1998. ISBN 88-209-2574-5. Kart., mit 46 Farbfotos aus verschiedenen Katakomben, 91 S.

Das Buch bietet dem Leser in 25 kurzen Kapiteln Reflexionen an über eine Auswahl aus der Vielfalt dessen, was den Besucher der römischen Katakomben staunen läßt. Der Autor ist Pädagoge und seit Jahren Seelsorger und Führer in den Kallixtus-Katakomben.
In origineller Weise lädt er den Leser ein, den „leisen Stimmen“ z.B. von unterirdischen Gängen, von Sarkophagen, Papst- und Martyrergräbern oder von unbekannten Christen aus der Frühzeit des Christentums in Rom zu lauschen.
Darstellungen von Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament, aber auch aus der heidnischen Mythologie wie Amor und Psyche, Orpheus oder Odysseus, Grabinschriften von hoher künstlerischer Qualität und Wandkritzeleien erzählen vom Leben und Glauben der Christen in der Verfolgungszeit. In das Heute gedeutet und nach-gedacht können diese Aussagen Hilfe auf dem Glaubensweg sein. Die Farbfotos aus mehreren Katakomben Roms illustrieren die Aussagen.
Das Glaubenszeugnis der Frühkirche ist kein längst vergangenes und abgeschlossenes Ereignis, sondern ebenso eine Erfahrung der Kirche heute und eines jeden Christen. So kann dieses Buch nicht nur für den Besucher einer römischen Katakombe zur wertvollen persönlichen Erinnerung werden, sondern auch hilfreich sein im Religionsunterricht, bei Gebetstreffen, bei der Glaubenskatechese in den Gemeinden und in Jugendgruppen.
Das Buch ist auch in italienischer Sprache erschienen.

Antonio Baruffa: GIOVANNI BATTISTA DE ROSSI  L‘Archeologo esploratore delle catacombe
Libreria Editrice Vaticana, 00120 Città del Vaticano. ISBN 88 – 209 – 2110 – 7, 1994. 224 S.

Zum 100. Todestag von Giovanni Battista de Rossi (1822 – 1894) hat der Autor eine neue Lebensbeschreibung des Begründers der Christlichen Archäologie geschrieben, eine interessante und mit Dokumenten versehene Biographie des Mannes, der die Kallixtus-Katakomben entdeckt und erforscht hat.
Dieses Buch ist nur in italienischer Sprache erschienen.

Antonio Baruffa: DIE  KATAKOMBEN Geheimnisse einer unbekannten Welt
Verlag Libreria Editrice Vaticana, 00120 Città del Vaticano, ISBN 88 – 209 – 2995 – 3.
Geheftet, 16 Seiten, mit Farbfotos.

Der Leser findet hier eine kurze und anschaulich illustrierte Zusammenfassung des ausführlichen Buchs von Antonio Baruffa über die Kallixtus-Katakomben.
Erschienen in italienischer, englischer, französischer, deutscher und spanischer Ausgabe.

Videofilm: DIE  KATAKOMBEN  SAN  CALLISTO
Produktion ELLEDICI multimedia, 10196 Leumann (Turin) 1998
VHS – PAL Stereo in Farbe, 30 Min., mit Begleitheft.

Die Videocassette ist in italienischer, englischer, französischer, deutscher und spanischer Sprache erschiedenen, und zwar sowohl in VHS - PAL (europäisches System) als auch in NTSC (amerikanisches System).
Die Videocassette schließt eine Lücke in Bezug auf die Katechese der Katakomben. Viele der anderen Videos beschränken sich auf historische, kulturelle oder künstlerische Inhalte, sie benutzen dabei oft eine wissenschaftliche Sprache, die nur Fachkundigen verständlich ist, oder weil sie sich auf eine Detaildarstellung wie etwa die Kunst der Sarkophage beziehen.
Der hier vorgelegte Videofilm ist besonders geeignet für die Katechese in den Pfarreien und in der Schule, weil er bei aller Kürze (30 Min.) doch alles Wichtige enthält, mit ruhigen Worten beschreibt und erklärt und dabei Fachausdrücke vermeidet. Die Begleitmusik ist zudem beeindruckend.
Zur Videocassette gehört ein Begleitheft mit weiteren historischen und archäologischen Informationen. Es wird die Entdeckung der Katakomben beschrieben, die Leidensgeschichte der dort beerdigten Päpste, angefangen von Pontian, der ins Exil verbannt und zur Zwangsarbeit in Sardinien verurteilt wurde, wo er als Martyrer starb, bis hin zu Sixtus II., der auf dem Katakombengelände überrascht und an Ort und Stelle geköpft wurde. Das Beiheft enthält Gedichte des großen Verehrers der Martyrer, des hl. Papstes Damasus und legt den Glauben dar, wie er in den Sakramentskapellen, den Glaubenssymbolen, in den Krypten der Lucina usw. dargestellt ist. Schließlich werden einige Aspekte der Spiritualität der Katakomben behandelt.
Der besondere Wert der Videocassette besteht in ihrer religiösen und pastoralen Aussage: die Pilger wird herangeführt an die Entdeckung der Botschaft der Katakomben. Schwerpunkte sind das starke Gemeinschaftsbewußtsein der frühen Christen mit ihrem Wunsch, auch nach dem Tod zusammen zu sein; die solidarische Brüderlichkeit der Christen den Sklaven, den Armen und Bedürftigen gegenüber; die Verehrung der Martyrer und der Totenkult.
Die Christen in Rom, von den Heiden häufig ausgegrenzt und verfolgt, schöpften Kraft und Mut aus dem Beispiel ihrer Hirten, aus dem heroischen Zeugnis der Martyrer ebenso wie aus dem einfachen und kostbaren Zeugnis ihrer Glaubensbrüder, und vor allem aus Christus selbst, dargestellt als der Gute Hirte, als Lehrer des Glaubens und als Erlöser. So unterstreicht der Videofilm die zentrale Stellung Christi und weist hin auf die wichtigsten Heilsmittel, die Sakramente der Taufe und der Eucharistie, die dargestellt werden in den Symbolen, Skulpturen, Fresken, auf den Grabsteinen und an den Gräbern, die sich in den Gängen und Grabkammern finden. Die vielen Grabinschriften sind ein inniges, stilles Zwiegespräch zwischen Lebenden und Toten, und so dokumentieren sie den Glauben der Christen an die endgültige Auferstehung, die Christus versprochen hat.
Dieses Literaturverzeichnis erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und erfaßt nur deutschsprachige Literatur, ohne Berücksichtigung von Fachzeitschriften. Die hier angeführten Titel sind teilweise nicht mehr im Handel erhältlich, können jedoch ggf. in Bibliotheken eingesehen werden.

  1. Andreae, B.
    Die Sarkophage mit Darstellungen aus dem Menschenleben. Die römischen Jagdsarkophage. Berlin, 1980

  2. Baruffa, A.
    Die Katakomben San Callisto. Geschichte - Archäologie - Glaube.
    Vatikanstadt, 2. deutsche Aufl. 1996

  3. Baumgarten, P. M.
    Giovanni Battista de Rossi, der Begründer der christlich-archäologischen Wissenschaft.
    Köln, 1892

  4. Brandenburg, H.
    Überlegungen zu Ursprung und Entstehung der Katakomben Roms,
    in: Vivarium, Festschrift Theodor Klauser, Münster 1984

  5. Dassmann, E.
    Sündenvergebung durch Taufe, Buße und Martyrerfürbitte in den Zeugnissen frühchristlicher Frömmigkeit und Kunst. Münster 1973

  6. Engemann, J.
    Altes und neues zu Beispielen heidnischer und christlicher Katakombenbildung im spätantiken Rom, in: Jahrbuch für Antike und Christentum 26, 1983

  7. Fink, J.
    Die römischen Katakomben.
    Sondernummer von "Antike Welt". Feldmeilen, 1978

  8. Hertling, J./ Kirschbaum, E.
    Die römischen Katakomben und ihre Märtyrer
    Wien, 1950

  9. Ferrua, A. (Hrsg.)
    Damasus und die römischen Martyrer. Herausgabe der lateinischen Texte.
    Vatikanstadt, 1986

  10. Fiocchi Nicolai, V./ Bisconti, F./ Mazzoleni, D.
    Roms Christliche Katakomben
    Regensburg, 2.Aufl. 2000

  11. Käch, W.
    Bildzeichen der Katakomben
    Freiburg, 1962

  12. Keller, L.
    Die heiligen Zahlen und die Symbolik der Katakomben.
    Berlin, 1906

  13. Korte, R.
    Leise Stimmen aus der Tiefe. Nach-denkliches aus römischen Katakomben.
    Vatikanstadt 1998

  14. Kraus, F.X.
    Roma Sotterranea
    Freiburg, 1879

  15. Mancinelli, F.
    Römische Katakomben und Urchristentum
    Florenz, 1998

  16. Reekmans, L.
    Die Situation der Katakombenforschung in Rom
    Opladen, 1979

  17. Stützer, H. A.
    Die Kunst der römischen Katakomben
    Köln, 1983

  18. Styger, P.
    Die römischen Katakomben
    Berlin, 1933

  19. Styger, P.
    Römische Martyrergrüfte
    Berlin, 1935. 2 Bände

  20. Wilpert, G.
    Die Katakombengemälde und ihre alten Kopien
    Freiburg, 1891

  21. Wilpert, J.
    Die Malereien der Katakomben Roms
    Freiburg, 1933

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